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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Im Folgenden habe ich versucht einige Fragen zu beantworten, die im Zusammenhang mit Aufstellungen und meinem Angebot im Besonderen immer wieder gestellt werden:

Das klingt ja alles nach Hokuspokus und Scharlatanerie.
Wenn man es noch nie selbst miterlebt hat, ist zugegebenermassen sehr schwierig zu glauben, dass da alles mit rechten Dingen zugeht, wenn man hört, was in einer Aufstellung passiert.
Wie ist es möglich, dass man als Stellvertreter Zugang zu Gefühlen und Empfindungen von Personen bekommt, die man überhaupt nicht kennt und von denen man nichts weiss?
Wissenschaftlich kann man nicht beweisen oder erklären, was da wirkt. Da wir Aufsteller für das, was sich da abspielt, auch keine Erklärung haben, nennen wir dieses Phänomen: 'Wissendes Feld'. In der Natur gibt es etwas ähnliches. Da heisst dieses Phänomen 'morphogenetisches Feld' und lässt sich nachweisen. So kann es sein, dass Pflanzen oder Tiere bei der Entwicklung eine bestimmte Eigenschaft ausprägen, für welche in Ihrem Erbgut, keinerlei Information hinterlegt ist. Auf irgendeine Weise wird hier Wissen auf einer 'nicht materiellen Ebene' von Generation zu Generation weitergegeben.

Spielen die Stellvertreter nicht einfach Theater?
Ich gebe zu, dass die Vermutung nahe liegt, dass ein Stellvertreter etwas spürt, weil er glaubt aus der Situation heraus etwas spüren zu müssen. Das ist es auch, was der Aufstellungsarbeit von Sensations-Journalisten und Wissenschaftlern immer wieder vorgeworfen wird. Die Stellvertreter würden vom Aufsteller manipuliert.
Ich war lange Zeit auch sehr misstrauisch und habe Aufstellungen immer genau analysiert, um zu sehen, ob sich nicht einfach das eine aus dem anderen ergibt. Wie lässt sich aber erklären, dass Stellvertreter ungewollt fremde Gefühle überkommen?
Es gab für mich ein Schlüsselerlebnis, das ich an dieser Stelle berichten möchte:
Vor meiner Ausbildung war ich in als normaler Teilnehmer in einem Seminar bei Gabriele Ulsamer. Ein Mann stellte seine Familie auf. (In der Folge ist jetzt immer von den Stellvertretern der jeweiligen Personen die Rede.) Im Laufe der Aufstellung stand neben dem Mann dessen Schwester. Sie hatte eine unbedeutende Rolle in der Aufstellung. Im Laufe der Aufstellung wurde der Grossvater und die Grossmutter dazugestellt. Die Aufstellung war am Morgen. Am Nachmittag desselben Tages meldete sich die Stellvertreterin der Schwester des Mannes in einer Fragerunde. Sie fragte, ob man sich als Stellvertreter melden soll, wenn man etwas spürt, von dem man glaubt, dass es nicht zum Thema der Aufstellung gehöre. Sie habe am Morgen in der Rolle der Schwester gestanden und es sei ihr sehr gut gegangen bis zu dem Zeitpunkt, als der Grossvater in die Aufstellung hinein gekommen sei. Von da an habe sie vor dem Grossvater Angst gehabt, als sei er der Teufel persönlich.
Nachdem die Aufstellerin die Frage beantwortet hatte, meldete sich noch der Mann zu Wort, dessen Aufstellung es war, und sagte: "Das hast Du ganz richtig gespürt. Meine Schwester hat Zeit Ihres Lebens vor dem Grossvater eine solche Angst gehabt, als sei er der Teufel persönlich."
Das Interessante an der Geschichte ist: Weder im Vorgespräch zur Aufstellung noch in der Aufstellung selbst wurde jemals über die Schwester, den Grossvater, dessen Person oder deren Verhältnis geredet!
Von da an gab es für mich keinen Grund mehr an Aufstellungen zu zweifeln und ich frage jeden Kritiker der Aufstellungsarbeit: woher sollte diese Stellvertreterin die Gefühle dieser Frau bekommen haben, wenn nicht aus diesem unerklärlichen 'wissenden Feld' ?

Kann jeder Stellvertreter sein?
Um als Stellvertreter eine Rolle zu übernehmen, bedarf es keine spezielle Begabung. Es reicht, wenn man für das, was geschieht, offen sind.
 
Verliere ich als Stellvertreter die Kontrolle über mich?
Auch wenn Sie die Rolle einer Person übernehmen, so bleiben Sie immer noch Sie selbst. Sie können sehr genau unterscheiden, was an Gefühlen, Empfindungen und Gedanken zu Ihnen selbst - und was zu der Person gehört, deren Rolle sie gerade tragen. Was an Gefühlen und Regungen aus der Rolle heraus kommen, kann der Stellvertreter nicht steuern. Das kommt einfach über ihn. Bei schweren Schicksalen in Familien kann es schon mal sein, dass ein Stellvertreter zu schwanken, zu zittern oder zu weinen anfängt.
Wenn man das so hört, macht das vielleicht im ersten Moment etwas beängstigend.
Aber keine Angst:
Stellvertreter zu sein jedes Mal eine sehr interessante Erfahrung.
Und wenn nach dem Ende einer Aufstellung eine besonders heftige Rolle noch an einem Stellvertreter hängen bleibt, so gibt es Rituale, mit deren Hilfe die Rolle zurückgegeben werden kann.
Ausserdem wird niemand gezwungen eine Rolle zu übernehmen. Jeder Teilnehmer kann selbst entscheiden, ob er eine angebotene Rolle tragen will oder nicht.

Habe ich nach einer Aufstellung mehr Probleme als vorher?
Nein. Wer leidet, der handelt nicht. Indem Sie eine Aufstellung machen, machen Sie auch einen Schritt in Richtung Veränderung. Sie stellen sich Ihrem Problem. Viele wissen gar nicht weshalb sie Probleme haben. Eine Aufstellung zeigt Ihnen in den meisten Fällen, was die Ursachen bzw. der Ursprung Ihres Problems sind/ist. Damit sind Sie schon mal einen grossen Schritt weiter!
Manchmal zeigt eine Aufstellung auch Verbindungen zu schweren Schicksalen in Ihrer Familie. Das macht im ersten Moment vielleicht Angst. Eine Aufstellung zeigt aber in den meisten Fällen auch die Schritte, welche zu einer guten Lösung führen.
In manchen Fällen sehen wir in Aufstellungen aber auch, dass im Moment keine Lösung möglich scheint. Aber auch ein solches Ende zeigt erstaunlicherweise oft eine positive Wirkung.

Kann eine Aufstellung gefährlich sein?
Solange Sie eine normal gesunde Person sind, ist die Teilnahme an einer Aufstellung unbedenklich. Wenn ich sehe, dass eine Rolle für jemanden zuviel wird, scheue ich mich nicht davor, ihn aus der Rolle herauszunehmen.
Grundsätzlich arbeite ich nur mit Personen, die sich nicht in ärztlicher Behandlung befinden bzw. die die Teilnahme am Seminar mit dem behandelnden Arzt/Therapeuten abgesprochen haben.

Was gilt als Anliegen?
Das Anliegen ist sozusagen das Thema der Aufstellung.
Es ist am besten zu umschreiben mit: Was ist Ihre dringende Frage? Was ist Ihr Problem? Was wollen Sie erreichen?
Ein Anliegen muss jedoch etwas persönliches sein. Sie können nicht für jemanden anderen Aufstellen.

Kann ich für mein Kind aufstellen?
Ja, als Eltern können für Ihre Kinder eine Aufstellung machen. Jedoch nur bis diese selbst erwachsen sind (bis ca. 16 Jahre). Danach ist die Sache des Kindes diesen Schritt zu machen!
(Sie können dann nur noch eine Aufstellung für sich machen, um Herauszufinden, wie Sie mit den Problemen des Kindes besser umgehen können.)

Was zeigt sich in einer Aufstellung?
Das Anliegen ist sozusagen die Frage an das 'Wissende Feld' und die Aufstellung wird in der Regel das zeigen, was hinter dem Problem steckt bzw. was mit dem Anliegen zu tun hat. In manchen Fällen wird in einer Aufstellung aber auch ein anderes Thema sichtbar. Das ist dann, wie wenn das 'Wissende Feld' sagen würde: "Bevor du das genannte Thema angehst, solltest Du aber zuerst einmal dieses Thema anschauen. Das ist im Moment viel wichtiger für Dich."

Wie wirkt eine Aufstellung?

Jede Aufstellung wirkt auf eine andere Art.
Durch eine Aufstellung wird etwas sichtbar, was uns bisher blockiert oder beeinflusst hat, von dem wir aber bisher nichts wussten. Oder etwas das wir nicht oder anders wahrgenommen haben.
In jedem Fall bekommt derjenige der eine Aufstellung macht eine andere Sicht der Dinge. Etwas ändert sich an seinem Inneren Bild, das er von der Situation hat.
Und dieses veränderte Innere Bild kann nun wirken. Man muss dazu gar nichts tun, sondern man sollte es nur wirken lassen.
Die anderen Leute ändern sich durch eine Aufstellung nicht. Manchmal haben wir jedoch bei der nächsten Begegnung den Eindruck sie hätten sich verändert. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Sie die andere Person durch die Aufstellung anders sehen und daher vielleicht auch anders auf sie zugehen können. Und das macht es der anderen Person ihrerseits auch möglich, sich ihnen gegenüber auf einmal anderes zu verhalten.
In seltenen Fällen geschieht nach einer Aufstellung ein Wunder und das Problem verschwindet auf wundersame Art. Dann muss man dankbar sein.
In vielen Fällen ändert sich aber vorerst überhaupt nichts und erst mit der Zeit tritt die Veränderung ein. Häufig in dem Masse, wie Sie (bzw. Ihre Seele) das in der Aufstellung Erlebte verinnerlichen und verarbeiten.

Sollte die ganze Familie teilnehmen?
Nein, es reicht, wenn diejenige Person kommt, die das Problem hat bzw. am stärksten unter dem Problem leidet.

Sollte ich in Begleitung eines Freunds / einer Freundin kommen?
Solange Sie der Begleitperson vertrauen, dass Sie mit dem, was Sie von Ihrer Aufstellung über Sie und Ihre Familie mitbekommt, gut umgehen wird, spricht nichts dagegen.

Sollte mein Partner im Seminar dabei sein?
Wenn es um ein Beziehungsproblem geht, dann ist es von Vorteil, wenn der Partner am Seminar auch teilnimmt. Jedoch nur, wenn es auch sein freier Wille ist. Es bringt nichts, wenn der Partner 'mitgezerrt' wird.
Bei anderen persönlichen Anliegen, die nichts mit dem Partner zu tun haben, gilt das Gleiche wie bei anderen Begleitpersonen (siehe vorgängige Frage). Optimal wäre dann natürlich, wenn der Partner selbst auch ein eigenes Anliegen aufstellen würde, so dass er nach dem Seminar auch etwas zu verarbeiten hat ;-)

Wie läuft eine Aufstellung in einer Einzelsitzung ab?
In einer Einzelsitzung ist es der Klient (bzw. die Klientin) selbst, er erspüren muss, was auf den einzelnen Plätzen ist.
Ich arbeite entweder mit Figuren, die der Klient auf einem Tisch aufstellt, oder mit Papierblättern, die er im Raum auslegt.
Der Klient tritt nun mit den einzelnen Plätzen in Kontakt, indem er die Finger auf die Figur legt bzw. mit den Füssen auf das jeweilige Blatt steht.
Bei einer Einzelsitzung teilt mir der Klient mit, was er spürt.

Funktioniert eine Einzelsitzung genau gleich?
Bei einer Einzelsitzung kommt es sehr darauf an, wie gut der Klient trennen kann, zwischen dem, was er gerade spürt, und dem, was er über die Person oder die Situation zu wissen glaubt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Einzelaufstellungen genauso gelingen und wirken können wie Aufstellungen mit fremden Stellvertretern. Als Aufsteller stosse ich aber viel schneller an eine Grenze, wo es mit fremden Personen in einer Gruppe noch weiter gehen kann.
Ich empfehle daher jedem, der es einrichten kann, an einem Gruppenseminar teilzunehmen. Auch wenn er normalerweise solche Veranstaltungen meidet. Ich gehöre übrigens auch zu diesen Personen ;-)
Wenn ein Gruppenseminar nicht möglich ist, so stellt eine Einzelaufstellung auf jeden Fall eine gute Alternative dar.

Schauen mich die anderen Teilnehmer eines Seminars nicht schräg an?
Auch wenn das eigene Anliegen noch so schwierig sein mag - man wird deshalb von keinem schräg angeschaut! Da jeder in den Rollen der Anderen steht, gibt es im Gegensatz zu anderen Gruppenveranstaltungen in einem Aufstellungsseminar unheimlich schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl und jeder wird angenommen, so wie er ist.

Muss ich Angst haben, dass Details meiner Aufstellung nach aussen gelangen?

Da jeder Teilnehmer froh ist, wenn das, was seine Aufstellung zeigt, nach dem Seminar draussen nicht die Runde macht, wird jeder darauf bedacht sein, vom Seminar nur in der Form weiterzuerzählen, dass die Anonymität jedes Einzelnen gewahrt bleibt.

Was ist, wenn ich im Seminar meinen Nachbarn / meine Nachbarin antreffe?
Ich habe es bis jetzt noch nicht erlebt, dass sich zwei Personen, die sich kennen, in einem Aufstellungsseminar begegnet sind. Ich halte es aus oben genannten Grund auch nicht für dramatisch. Gleichzeitig würde ich es als Aufsteller natürlich verstehen, wenn jemand in einer solchen Situation seine Aufstellung nicht machen wollte.

Haben Aufstellungen etwas mit Religion zu tun?
Ich würde sagen 'ja' und 'nein': Man muss nicht religiös sein, um eine Aufstellung zu machen. Und obwohl ich meine Seminare häufig in Pfarreizentren durchführen darf, haben sie nichts mit Religion im eigentlichen Sinne zu tun.
In Aufstellungen erleben wir jedoch, dass eine positive Kraft wirkt, deren Ursprung wir nicht erklären können. Als Aufsteller stelle ich mich in den Dienst dieser höheren Macht, die hier offensichtlich am Werk ist. Was sich in Aufstellungen immer wieder zeigt, sind Weisheiten und Wahrheiten, wie wir sie in Religionen auch immer wieder finden. In diesem Sinne würde ich sagen, haben Aufstellungen einen religiösen Aspekt.

Weshalb dauern die Seminare zwei Tage?
Zum einen benötige ich als Aufsteller eine minimale Anzahl Stellvertreter, die für die Aufstellung zur Verfügung stehen. An einem Tag kann ich fünf Aufstellungen machen. Das heisst im Seminar wären fünf Personen. Eine Person stellt auf. Da bleiben noch vier Personen als Stellvertreter. Das ist aus meiner Sicht für eine seriöse Aufstellung zu wenig. Ich wäre also darauf angewiesen, dass sich noch genügend Teilnehmer ohne eigene Aufstellung anmelden, damit die minimale Anzahl Teilnehmer erreicht würde.
Bei einem zweitägigen Seminar besteht dieses Problem in der Regel nicht.
Ausserdem herrscht auch eine ganz andere Energie, wenn die Mehrzahl der Teilnehmer auch eine eigene Aufstellung machen. Auf diese Art gibt und nimmt jeder etwas.
Auch besteht am zweiten Tag die Möglichkeit, Fragen im Seminar zu beantworten, welche in der Nacht aufgetaucht sind.
Auch wenn es also manchem schwer fallen mag ein ganzes Wochenende zu 'opfern' und alles rund herum zu organisieren, so loht es sich auf jeden Fall.
Sollte es jemanden aus gewichtigen Gründen nur möglich sein, an einem Tag teilzunehmen, so werde ich natürlich, falls möglich, auch versuchen diesem Wunsch nachzukommen.

Weshalb ist die Teilnahme ohne eigene Aufstellung kostenlos?
Wenn Sie als Teilnehmer ohne eigene Aufstellung an einem Seminar teilnehmen, dann nehmen Sie einiges an Erfahrungen und Erkenntnissen mit nach Hause. Als Beobachter und Stellvertreter gewinnen Sie nämlich in den Aufstellungen der anderen auch Einsichten über sich selbst und ihr eigenes Umfeld, welche in Ihnen auch ohne eigene Aufstellung weiterwirken werden.
Aus diesem Grund kostet die Teilnahme ohne eigene Aufstellung bei anderen Aufstellern/Aufstellerinnen meist auch etwas.
Ich habe mich aber (versuchsweise) dazu entschlossen die Teilnahme ohne Aufstellung kostenlos anzubieten. Ich möchte dadurch erreichen, dass sich jeder, der will, persönlich einen Eindruck von der Aufstellungsarbeit machen kann, ohne dafür gleich viel Geld auszugeben. Gleichzeitig hoffe ich natürlich, dass ich auf diese Weise die Anzahl der zur Verfügung stehenden Stellvertreter erhöhen kann. Denn es kommt immer wieder vor, dass sich zwar genügend Teilnehmer für eine Aufstellung anmelden, jedoch insgesamt nicht genügend Stellvertreter zur Verfügung stehen.


Ich bin in einer finanzielle Notlage. Können Sie mir mit dem Preis entgegen kommen?
Grundsätzlich sollte es jedem möglich sein, eine Aufstellung zu machen, wenn er das möchte. Eine Aufstellung darf auch etwas kosten und es sollte auch ein gewisses 'Opfer' damit verbunden sein. Auch hier gilt das Prinzip von 'Geben und Nehmen', das wir in Aufstellungen immer wieder sehen: Das was Sie bezahlen, sollte in einem guten Verhältnis stehen zu dem, was Sie durch das Seminar bekommen.
Sollten Sie sich jedoch augenblicklich in einer finanziellen Notsituation befinden, so setzen Sie sich mit mir in Verbindung und wir werden sehen, ob sich eine für alle befriedigende Lösung finden lässt... Am Geld soll es auf jedenfall nicht scheitern!